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Malteser Kaiserslautern

Hilfe für pflegende Angehörige

Vielfältige Demenzdienste der Malteser Kaiserslautern

19.07.2018
Die Malteser Demenzbegleiter beschäftigen sich mit den Patienten und fördern – auch auf spielerische Weise – die noch bestehenden Fähigkeiten

An einen Besuch beim Friseur ist nicht zu denken. Der Arzttermin wird aufgeschoben, ein ums andere Mal. Freizeit? Fehlanzeige. Wer einen demenziell veränderten Menschen zu Hause pflegt, stellt dessen Wohlergehen in den Mittelpunkt. Die Malteser in Kaiserslautern stehen pflegenden Angehörigen in Kaiserslautern mit ihrem ehrenamtlichen Entlastungsdienst zur Seite.

Demenziell veränderten Menschen brauchen Nähe. Und sie benötigen nahezu rund um die Uhr Aufmerksamkeit. Um diese schenken zu können, opfern sich die Pflegenden oft regelrecht auf. Meist sind es die Ehepartner. Sie stellen eigene Bedürfnisse hinten an, gehen an die Grenzen der Belastbarkeit – und oft darüber hinweg. Einer Forsa-Umfrage zufolge gibt jeder zweite pflegende Angehörige an, sich mit seiner Aufgabe überfordert zu fühlen. Und dennoch machen sie weiter. Aus Liebe, aus Verantwortung demjenigen gegenüber, der oft nicht mehr den Namen des Menschen kennt, der sich Tag und Nacht um ihn kümmert.

Die Malteser in Kaiserslautern möchten Verwandte von demenziell veränderten Menschen bei ihrer Arbeit unterstützen. Sie bieten den Entlastungsdienst für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz an. Geschulte Helfer, sogenannte Demenzbegleiter, kommen stundenweise in eine Familie und betreuen den demenziell veränderten Menschen: Sie spielen mit ihnen, singen, lesen vor – oder schenken einfach nur Zeit. „Die Angehörigen können währenddessen Pause machen“, sagt Carmen Nebling von den Maltesern in Kaiserslautern. Ein paar freie Stunden – Zeit, um sich etwas Gutes zu tun oder lang Aufgeschobenes zu erledigen. Die Demenzbegleiter unterstützen die Angehörigen ehrenamtlich.
 
Carmen Nebling ist Standortkoordinatorin und Ansprechpartnerin für den Entlastungsdienst in Kaiserslautern. Angehörige können sich bei ihr melden. Es folgt ein Kennenlern-Gespräch mit der Familie, in dem beispielsweise besprochen wird, wie sich der demenziell veränderten Menschen gern beschäftigt. So soll ein passender Helfer gefunden werden. Wann, wie oft und wie lange der Helfer im Einsatz ist, entscheiden die Angehörigen. „Wir bieten dem Pflegenden ganz praktische, aber auch emotionale Unterstützung. Unsere Demenzbegleiter haben immer ein offenes Ohr und die Fachkompetenz, die Patienten individuell zu betreuen und den Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“, erklärt Nebling.

Die Kosten für die Demenzbegleitung übernehmen in der Regel die Pflegekassen. Pflegenden Angehörigen steht ein Jahresbudget für Entlastungsdienste zu, die Höhe hängt vom Grad der Demenzerkrankung ab. Die Malteser helfen bei den Anträgen an die Kassen und übernehmen auf Wunsch die Kostenabwicklung.

In Kaiserslautern stehen Helferinnen und Helfer bereit, die in einer 40-stündigen Schulung auf die Arbeit vorbereitet wurden. Die Qualifizierung erfolgte über das Modul „Demenziell veränderten Menschen verstehen und begleiten“, das zu der sozialpflegerischen Ausbildung der Malteser gehört. Sie unterliegt bundeseinheitlichen Qualitätsstandards.

Kontakt:

Pflegende Angehörige oder Interessierte, die sich zu ehrenamtlichen Demenzbegleitern ausbilden lassen möchten, können sich melden bei:
Carmen Nebling, Malteser Hilfsdienst e.V., Mainzer Str. 25, 67657 Kaiserslautern,
Telefon: 0631 34 182 18, Mobil 0151 140 84 631 oder per Mail carmen.nebling(at)malteser(dot)org.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE46370601201201220510  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7
Der Malteser Hilfsdienst e.V. ist Mitglied im Deutschen Spendenrat e.V.